Eigentlich nicht allzu viel, aber eines gibt es doch und das ist nicht unwichtig project plan. Bei Matratzen wird jedem und jeder empfohlen, diese nach ca. 15 Jahren zu wechseln und eine neue zu kaufen. Bilder und Einrahmungen sollen aber durchhalten, am Besten ein Leben lang, vielleicht sogar noch darüber hinaus. Das gilt ganz besonders dann, wenn es sich um eine teure Einrahmung gehandelt hat. Oh je, denken Sie vielleicht jetzt, Sie sollen das wunderbare Aquarell, das Ihre Tochter in der 7. Klasse gemalt hat, etwa wegwerfen? Den alten Stich, den Ihr Großvater schon von seinem Vater bekam, entsorgen? Nein, das meine ich natürlich nicht. Aber, nach ca. 10- 15 Jahren sollte jeder Rahmen, jedes Bild einmal kritisch betrachtet werden und zwar unter diesen Gesichtspunkten: Wie sieht das Glas aus? Haben sich Gewittertiere dahinter festgesetzt? Das würde z.B. dafür sprechen, dass Ihr Exponat nicht staubfrei verklebt wurde.

Wenn Ihr Bild ein Passepartout hat, schauen Sie einmal, wie die Schnittkanten aussehen: Sind diese braun oder gelblich verfärbt? Dann ist Ihr Passepartout mit Sicherheit nicht säurefrei und nicht lichtbeständig. Macht nichts, sagen Sie, zusammen sind Sie eben älter geworden, warum sollte Sie nicht auch die verstrichene Zeit an Ihrem Bild erkennen können? Weil diese Säure Ihrem Original schadet und sich Flecken, wenn sie sich erst einmal auf der Oberfläche Ihres Bildes festgesetzt haben, nur sehr aufwendig und kostspielig entfernen lassen. Für die Säure im Papier ist das im Holz enthaltene Lignin verantwortlich. Viele preiswerte Passepartouts werden leider immer aus Holzschliff hergestellt und deren Inhaltsstoffe greifen im Laufe der Zeit das Kunstwerk an. Ein gutes, qualitativ hochwertiges Passepartout wird heute entweder aus Alphazellulose (dabei wird der Rohstoff veredelt und ist anschließend ligninfrei ) oder aus Baumwolle hergestellt. Diese Kartons sind außerdem lichtbeständig, das heißt, die Kanten bleiben weiß und Farbe der Oberfläche verändert sich auch unter starker Belichtung nicht.

Ebenfalls säurefrei sollte der Karton sein, auf dem Ihr Bild befestigt wurde und der ihm „den Rücken“ stärkt. Ein eingerahmtes Bild sollte niemals blank auf der Rückwand liegen.
Auch die Rückwand sollte ebenfalls einmal genau getrachtet werde. Schlägt Ihr Motiv, wie bei einem starken Schatten durch? Dann ist Ihr Kunstwerk akut gefährdet, denn es wird sowohl von vorn als auch von hinten von „Säure“ bedrängt. Leider sind auch viele Hartfaserplatten, die gerne als Rückwände verarbeitet werden, nicht säurefrei, hier kann der hintergelegte Karton als Puffer dienen und Ihr Motiv schützen.
Leider sehe ich immer wieder Bilder, die hinter einem Passepartout mit Tesafilm oder anderen Klebestreifen befestigt worden sind. Diese Befestigungsmaterialien arbeiten stark unter Wärme und Ihr Bild ist im Laufe seiner „Hängezeit“ häufiger Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgesetzt. Tesafilm beschädigt alle Bilder im Laufe der Zeit nachhaltig. Es gibt spezielle Kleber, die keinerlei Rückstände an Ihrem Bild hinterlassen, auch nicht, wenn Sie es eines Tages herausnehmen möchten. Sehr wertvolle Bilder werden gar nicht geklebt, sondern mit speziellen Ecktaschen montiert.
Ihr Bild hat gar kein Passepartout, liegt so in seinem Rahmen und die Scheibe drückt es geradezu platt? Für eine Grafik ist dieses Milieu äußerst ungünstig. Der Verbund von Rückwand, Motiv und Scheibe macht einen guten Austausch von Feuchtigkeit und Wärme fast unmöglich. Eine Grafik wird zudem in der Regel auf Büttenpapier gedruckt und dieses Papier nimmt Feuchtigkeit sehr stark an und gibt sie auch wieder ab. Wenn es eingepackt zwischen Glas und Rückwand liegt, kann dieser Vorgang nicht reibungslos vonstattengehen, eine Beschädigung des Originals kann so nicht ausgeschlossen werden. Bei Fotografien, die ohne Passepartouts eingerahmt werden, geschieht es oft, dass Teile der Fotografie an der Scheibe kleben bleiben, wenn Sie es zu einem späteren Zeitpunkt wieder herausnehmen wollten.

Sollte Ihr Bild eines oder mehrere dieser Symptome zeigen, dann kommen Sie zu mir. Erhalten Sie Ihre Werte! Wir beraten gemeinsam, was zu tun ist.
Der Einrahmungs-Check und die Beratung ist natürlich kostenlos.